Folge 2 - Die verschleierte Königin

Shownotes

Die zweite Folge der Fantasyhörspielreihe!

Inhalt Nach dem überraschenden Ende des Bardenwettbewerbs wird Ekir zu Hauptmann Gratz in den Königspalast gerufen. Dort trifft er auf den verkaterten Toma und einen weiteren, unerwarteten Gast. Zusammen müssen sie sich nicht nur Hauptmann Gratz, sondern auch der verschleierten Königin selbst stellen. Was ist ihr schockierendes Geheimnis? Und vor allem: was hat Tomas Auftritt beim Bardenwettbewerb damit zu tun?

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Transkript anzeigen

00:00:00: Leg

00:00:01: deinen Umhang an.

00:00:03: Wir brechen auf, sei gespannt.

00:00:06: Auf das Morgenskamm.

00:00:08: Und das Heute.

00:00:09: das geht.

00:00:10: Und das Gessern das

00:00:11: war.

00:00:11: Lass uns alle verbar.

00:00:15: Das ist der

00:00:17: blaue Baran.

00:00:21: Blaue Baran.

00:00:24: Tumaviebelt herum.

00:00:25: Tatsächlich ging von der Eule ein Glünen aus.

00:00:28: Das Glühn wurde immer geleistender, sodass Thomas seinen Arm hob, um die Augen vor dem starken Licht zu schützen.

00:00:35: Ein Moment später war das Leuchten verschwunden und Thomas ließ seinen Arm wieder sinken.

00:00:39: Was er nun sah, musste sein Verstand erst mal verarbeiten.

00:00:43: Auf dem Podest Nag, die Knie zu Brust gezogen und die Arme fest davor verschlungen, eine junge Frau.

00:00:50: Sie hatte hellhaut und kurze, struppige Haare in einem schimmernden Honigblond.

00:00:54: Sie schien noch zu schlafen, allerdings zeugte ihr Verkrampfleck-Gesichtsausdruck von geilen guten Träumen.

00:01:00: Im Stadtpark war es mucksmäuschen still, Alwand zu vertattert, um etwas zu sagen.

00:01:06: Die erste, die ihre Sprache widerfand, war Tmet.

00:01:09: Schnell, Thomas, dein Umhang, das arme Ding ist ja ganz nackt.

00:01:13: Was?

00:01:13: Äh, ja, natürlich.

00:01:15: Ähm,

00:01:16: sehr verdammte Verschluss.

00:01:18: Okay, jetzt.

00:01:20: Okay, perfekt, der Umhang ist groß genug.

00:01:22: Nicht mehr zu sehen bis auf ihr Gesicht.

00:01:24: Hey, du.

00:01:25: Hallo.

00:01:26: Toma kniete sich vor das Protest, damit er auf Augen gehört der Schlafnenn war.

00:01:30: Vom Publikum her konnte Toma bereits das Erste gemummelt unter den Leuten wahrnehmen.

00:01:35: Der Großteil jedoch wartete gespannt darauf was als nächstes passierte.

00:01:40: Vorsichtig schüttelte Toma die Frau an ihrer Schulter.

00:01:43: Sie führte kurz auf.

00:01:44: Toma erschrak und zog schnell sein Hand weg.

00:01:47: Dann öffnete sie ihre Augen.

00:01:49: Karamellfarbenen große Augen die Toma zunächst dumpf anstarten.

00:01:53: Langsam klärte sich jedoch ihr Blick und die Frau rettete den Oberkörper auf.

00:01:57: Dabei rutschte Thomas Umhang herunter.

00:02:00: Schnell griff Thomas danach, vorhin sehr schreckt, zurückweg.

00:02:04: Oh, Entschuldigung, ich wollte nur nicht das, naja, das, du weißt schon, was ich meine.

00:02:10: Hier, halt ihn fest, damit nichts wieder runter rutscht.

00:02:13: Thomas, der Frauenhelf aus Anruhm.

00:02:17: Die Menge brach ihm gelächter aus, die Spannung war gelöst.

00:02:20: Thomas stand mit hochrotem Kopf neben der Frau.

00:02:23: Thema Allteem zu Hilfe.

00:02:27: Richtig, Thomas unser Held aus Anrum, der die schlafende Eule aus ihrem ewigen Albtraum erweckt hat.

00:02:33: Bitte ein Applaus für Thomas.

00:02:39: Drei langen Schritten überquerte Thomas die Bühne, bis sie dreig neben der Frau auf dem Podest stand.

00:02:44: Mit freundlichem Gesicht bot sie ihr die Hand an.

00:02:46: Nach kurzen Zögern nahm die Frau Thomas Hand.

00:02:49: Mit der anderen Hand Thomas' blauen Umhang fest.

00:02:51: umklammend streckte sie ihre Beine aus.

00:02:53: Und gilt vorsichtig vom Podest, bis ihre Füße dem Bühnenboden berührten.

00:02:59: So ist es gut, meine Liebe.

00:03:00: Ganz vorsichtig.

00:03:02: Versuch mal die ersten Schritte zu mal... Oh, oh, warte, wir helfen.

00:03:06: Thomas, los, komm.

00:03:08: Wir stützen sie.

00:03:09: Oh, schön.

00:03:10: Wir gehen noch ein Stück vor zum Bühnenrand, damit dich alle gut sehen können.

00:03:14: Du bist ja Star des Abends.

00:03:17: Und nun zu unserem Ehrengast, an diesem ganz besonderen Abend.

00:03:20: Endlich bist du aufgewacht.

00:03:22: Verredst du uns deinen Namen?

00:03:25: Hä?

00:03:27: Ich denke, unser Ehrengast muss erst mal richtig wach werden.

00:03:31: Mein liebes Publikum, ein besseres Finale unseres Baden-Wettbewerbs hätte ich mir als Moderatorin kaum wünschen können.

00:03:38: Geht es euch auch so?

00:03:43: Sehr gut, dann gönnen wir der Dame ein wenig Ruhe.

00:03:46: Seft, sei doch bitte so nett und bring unseren Gast an einen Ort, an dem sie sich ausruhen kann.

00:03:51: So plötzlich erschien Seft dem Toma.

00:03:54: Bevor die Frau hätte irgendwelche Einwände erbringen können, hobsefft sie hoch und verschwand genauso schnell wieder.

00:03:59: Und du, Thomas?

00:04:01: Äh, ja.

00:04:02: Du hast uns etwas versprochen.

00:04:05: Ah ja?

00:04:07: Oh ja!

00:04:08: Party!

00:04:11: Bis spät in die Nacht wurde ausgelössend gefeiert.

00:04:13: Thomas gab, zusammen mit Aline und den anderen Favoriten und Favoriteln, ein Klassiker nach dem anderen zum Besten.

00:04:20: Dalga machte den Umsatz seines Lebens.

00:04:22: Denn nicht wie sonst verteilen sich am Ende des Setwerbs die Leute in den Straßen der Stadt.

00:04:26: Nein, dieser Nacht folgen alle in den Stadtpark und den Schauplatz des Ereignisses zu begutachten.

00:04:32: Augenzeichen wurden gesucht und ausgefragt.

00:04:35: Nicht selten kosteten die Antworten ein oder zwei Bier.

00:04:38: Aber das war es den neuen Wert.

00:04:40: Dennoch ein, zwei Bier füllen sich selbst wie Zeugen der Geschichte und kamen sie genauso selbstverständlich wieder, als wären sie selbst dabei gewesen.

00:04:49: Der Beinahm die Geschichte, gemessen am stetigwachsenen Bierkonsum des Erzählers, immer fantasievoller Ausmaße an.

00:04:56: Am Ende war es die Duft vom Ballgas-Spezialhähnchen, der die Eule weckte.

00:05:01: Ballgas-Spezialhähnchen.

00:05:04: Als die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont kochen, tockelten auch die letzten aus dem Stadtpark, alle bis auf EQ.

00:05:11: Er hatte ein ganz besonderes Blitzchen.

00:05:13: Versteckt hinter ein paar Stauden im hintersten Winkel des Parkes hatte er, schon vor langen, eine Hängematte zwischen zwei Palmen aufgespannt.

00:05:20: Wie so oft nach einer langen Nacht macht er sich auch jetzt in der Hängematte gemütlich und schlief sofort ein.

00:05:35: Ikke schlief tief und fest.

00:05:36: Die Sonne kletterte weiter am Horizont hinauf, vertrieb die Kälte der Nacht, nur um der Hitze des Tages zu weichen.

00:05:43: Doch das störte Ikkees Schlaf nicht.

00:05:45: Eine Gestalt trat an ihn heran.

00:05:54: Wie Balgaspezialhähnchen.

00:05:57: Die Sonne.

00:05:58: Viel zu grell.

00:06:00: Okay, jetzt geht's.

00:06:02: Oh, eine Hähnchenkeule.

00:06:04: Direkt vor meinen Augen.

00:06:06: Aber woher?

00:06:07: Bist du das?

00:06:08: Frühstück, Äkio.

00:06:12: Das ist es.

00:06:13: Eine Hähnchenkeule zum Frühstück.

00:06:16: Was ein Schmakofatz.

00:06:21: Ist aber vom Balger, oder?

00:06:22: Ja, es ist vom Balger.

00:06:25: Es gibt nichts Schöneres.

00:06:27: Du bist echt der Beste.

00:06:28: Beste Br... Moment.

00:06:31: Ich riecht doch den Braten.

00:06:33: Polär das Hähnchen?

00:06:35: Nee, nee, nee, nee, nee, nee.

00:06:36: Hier stimmt was nicht.

00:06:38: Ich traue dem nicht.

00:06:39: Ich traue deinem fetten Grünsinn nicht.

00:06:42: Hm...

00:06:43: Ist das so was wie meine Hänkers Mahlzeit?

00:06:45: Vielleicht.

00:06:47: Oh nein, was ist jetzt?

00:06:49: Hey, jetzt geht doch nicht einfach.

00:06:53: Sag schon.

00:06:57: Eke hätte noch so viel betteln können, Seft durch kein Wort darüber verlieren, was seinen Bruder erwartete.

00:07:03: Seft in seiner Tade los sitzen im Gardisten-Uniform, joggte locker los, vorbei an Pallen und Blumenbeten durch den Stadtpark.

00:07:11: Eke blieb keine Wahl als ihm zu folgen.

00:07:13: Schon bald merkte Eke, dass sie auf das versteckte Südostor des Stadtparks zuhielten.

00:07:19: Im Gegensatz zum großen Südwest-Tor, durch das Thoma Gastonkram, alter Südostor für die normale Bevölkerung verstärkt.

00:07:27: Einzig Palastpersonal hat hier zugegangen.

00:07:29: Vor dem Bescheidenen, jedoch sehr massiv wegen dem Holztor, blieb Seft schließlich stehen.

00:07:36: Ich karte, jetzt gibt mir mal ein Tipp.

00:07:38: Hauptmann Graans will dich sehen.

00:07:40: Was?

00:07:41: Oh kacke, der sieht immer so gruselig aus.

00:07:44: Ach, ich hab gehört, der soll ganz nett sein.

00:07:47: Aha, den du meinst?

00:07:49: Und ich soll den treffen?

00:07:50: Am Südost-Tor.

00:07:52: Mal so nebenbei, wo hast du eigentlich gestern die ehemals Eude-Jetz-Frau hingebracht?

00:07:58: Die habe ich hier am Tor dem Palastpersonal gegeben.

00:08:00: Das gleiche mache ich jetzt mit dir.

00:08:02: Seft klopfte ins Tor.

00:08:04: Zugleich wurde von innen eine schmale Klappe geöffnet und ein mirrisch dreienblickenes Augenpaar erschienen.

00:08:09: Ja.

00:08:10: Katzenkopf gattest Seft Melan.

00:08:13: Hauptmann Graz erwartet mein Bruder, Eke Melan.

00:08:16: Ebenfalls mitgeließte Katzenkopf.

00:08:17: Ist

00:08:17: gut, ich weiß Bescheid.

00:08:19: Der Lümmel muss zu Graz, richtig?

00:08:21: Na dann... Einkommen.

00:08:27: Viel Spaß, Kara.

00:08:29: Den werde ich wohl haben.

00:08:36: Also, spitz deine Ohren.

00:08:38: Hier ist eine Öllampe.

00:08:40: Folge dem Gang bis deine Holztöcke langst.

00:08:43: Klopp an und stell dich vor.

00:08:46: Die Lampe kannst du einfach den in die Hand drücken.

00:08:49: Alles klärchen?

00:08:50: Alles klärchen?

00:08:52: Danke, ich mach mich auf den Weg.

00:08:57: Der hat in der Laune bräuchte mal eine Hähnchenkölle zum Frühstück.

00:09:03: So eine Ölampel spinnete in einem Stockfinsterngang.

00:09:06: auch nicht so wahnsinnig viel Licht.

00:09:08: Schon ein bisschen geruselig.

00:09:11: Der Gang sieht aus wie in den Fels gehauen.

00:09:13: Es scheint wohl nach oben zu gehen.

00:09:18: Schaff rechts abbiegen.

00:09:19: Okay, okay, weiter hoch.

00:09:22: Das wird wohl direkt zum Palast vorbei.

00:09:24: eher unter dem Palast.

00:09:26: Eine Tür.

00:09:28: Eki stellte sich vor und wurde diesmal von zwei Katzenköpfen der Palastwache in Empfang genommen.

00:09:35: Zwar gehörte die Palastwache ebenfalls zur Katzenkopfgarde.

00:09:38: Im Gegensatz zu Eki's dunkelblaue Uniform, bestehend aus einer Bluderhose, einem Hemd, einer langgeschlossenen Weste und einem Tourbahn, war die der Palastwache komplett in Weißgeilen.

00:09:49: Es hieß, wer schaffte als Katzenkopfgardist oder Gardistin in die Palastwache einzutreten, habe alles erreicht.

00:09:56: Ekiya war sich dann nicht so sicher.

00:09:58: Im Palast ging es bestimmt noch langweiliger zu, als auf den Straßen her statt.

00:10:02: Außerdem konnte man sich nicht zu leicht verdrücken, um mal eben ein kleines Nickerchen zu machen.

00:10:06: Unwillkürlich musste Ekiya bei dem Gedanken kurz grenzen.

00:10:10: Ja, er beneidete seine Kollegen nicht um ihre Arbeit.

00:10:12: Diese taten sie übrigens sehr ergründlich.

00:10:15: Obwohl Ekiya nach Aussenkungen seiner beiden Dolche versicherte, keine weiteren Waffen mit sich zu führen, wurde er von Kopf bis Fuß abgetastet.

00:10:23: Sogar seinen Turbann musste er abnehmen und umdrehen.

00:10:26: Nachdem sich die Palastwachen nach dieser Prinzipie sicher waren, dass das EK wirklich keine weiteren Waffen versteckt hatte, führte einer der beiden EK durch ein weit verzweigtes Tunnelsystem.

00:10:37: Zumindest nahm EK an, dass die Tunnel unter dem ganzen Palast verliefen.

00:10:41: Ab der dritten Kreuzung hatte er die Orientierung schon verloren und war froh, dass sein Begleiter anscheinend genau wusste wo sie waren.

00:10:48: Nach einigen weiteren Abzweigerungen stiegen sie schließlich die Stufen einer steileren Treppe hinauf zu einer Tür.

00:10:54: Auf das Klopfen der Wachen wurde die Tür von der anderen Seite aufgeschlossen.

00:10:58: Echir wurde an eine weitere Palastwache, diesmal eine Katzenköpfe übergeben.

00:11:02: Mit einem Kopfnicken verabschiedete sich sein Begleiter.

00:11:17: Ja, das ist echter weißer Mamo aus dem Alphorensteinbruch.

00:11:22: Hey, wie heißt du?

00:11:24: Ich bin Liana, freut mich dich kennenzulernen.

00:11:26: Ich bin Eki, Eki und Milan.

00:11:28: Die Freude ist ganz meinerseits.

00:11:30: Kannst du mir sagen, wo wir sind?

00:11:32: Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung.

00:11:35: Ich habe auch super lang gebraucht, mich in diesem Labyrinz recht zu finden.

00:11:40: Im Palast selbst wird es nämlich nicht besser.

00:11:43: Dank jahrelange Erfahrung kann ich dir nun wenigstens sagen, dass wir im hinteren Teil des Palastes sind.

00:11:48: Vorne war es ja bestimmt schon mal.

00:11:51: Ja klar, da muss er jeder mal hin, weil da die Verwaltung zum Teil untergebracht ist.

00:11:55: Und natürlich werden der Vereidigung zum Katzenkopf

00:11:58: grad ist.

00:11:59: Stimmt, da war was.

00:12:01: Ja, der hintere Teil des Palaces ist komplett der Königsfamilie vorbehalten.

00:12:06: Das Personal ist hier auf ein Minimum reduziert.

00:12:09: Komm,

00:12:10: wir machen

00:12:10: einen kleinen Umweg.

00:12:12: Das fällt keinem auf.

00:12:13: Ich möchte dir meinen Lieblingsplatz zeigen.

00:12:16: Klar.

00:12:17: Ich hier mache dir nur zu gerne ein paar Umweger.

00:12:19: Nicht nur um das, wahrscheinlich sehr unangenehme, Treffen mit Grads, weiterhin auszuzugreifen.

00:12:24: Nein, Lerner gefiel ihm.

00:12:26: Sie war sehr schön, das weiß der Palassuniform, ließ sie ihre blauen Augen im Kontrast zum silbrik grauen Fell leuchten.

00:12:34: Außerdem hatte sie ein ansteckendes Lachen.

00:12:36: Sie führte ihn zu einem offenen, rechterkigen Inhof, in dem ein Garten mit drei kleinen Obstbäumen angelegt war.

00:12:43: Die Bäumchen waren um einen runden, flachen Sprengbrunnen der Mitte des Gartens angeordnet.

00:12:48: Einige Sonnenstrahlen fielen in das Innere des Hofes und spiegelten sich dort im Wasser.

00:12:52: Durch die Bewegung des Wassers tanzen unzählige Reflektionen einem Blättern der Bäume, so wie an denen zum Endhof angrenzt eine Marmer sollen entdecken.

00:13:01: Ja, sieht ganz schön aus.

00:13:04: Nicht wahr?

00:13:05: Weißt du was das für Bäume sind?

00:13:07: Lass uns näher ran gehen, dann kann man es

00:13:09: eigentlich schon

00:13:10: am Geruch erkennen.

00:13:12: Und?

00:13:13: Hm, ich frucht dich.

00:13:17: Sind ja auch Obstbäume.

00:13:19: Irgendeine Vermutung?

00:13:21: Es riecht auf jeden Fall lecker.

00:13:24: Ah

00:13:36: ja.

00:13:51: Äh,

00:13:53: ich meine natürlich Hauptmann Graz.

00:13:56: Ich

00:13:56: bringe euch Eki, Milan, wie angefordert.

00:13:59: Hauptmann Graz?

00:14:01: Eine Freundin Sie kennenzulernen.

00:14:02: Schweig!

00:14:03: Liana hat darüber reden wir später.

00:14:06: Und du, mitkommen.

00:14:08: Jawohl.

00:14:10: Okay, ich schweige.

00:14:12: Eki heftete sich an Graz, der Zügig und mit festen Schrömmen voran ging.

00:14:17: Graz musste schon älter sein.

00:14:19: Eki mahnte sich, ihn deswegen jedoch keinesfalls zu unterschätzen.

00:14:22: Sie betraten ein Raum, welcher der Kagen-Ausstattung nach nur für Audienzen in kleinen Kreis bestimmt war.

00:14:28: Graz passierte sich gleich vor der Tür und wies Eke an sich auf ein Kissen in der Mitte des Raumes zu setzen.

00:14:34: Direkt neben Toma.

00:14:36: Toma, Mensch, du

00:14:38: auch hier?

00:14:39: Siehst ja ganz schön kacke aus.

00:14:40: Boah, ich hasse mein Leben, mein Schädel brummt wie noch was.

00:14:44: Dann hämmen die wie geklopp gegen meine Tür heute Morgen, schleifen mich hier in den Palast ohne Kaffee.

00:14:49: Und jetzt muss ich mir auch noch dein Gesicht ansehen.

00:14:51: Oha!

00:14:52: Kann ich ja nichts dafür, wenn du gestern ein paar Bier zu viel hattest.

00:14:56: Bringt mir jemand einen Strick, ich möchte mich gerne hängen.

00:14:58: Aber vorher will ich noch diesen Kater erhängen.

00:15:01: Vorsichtig mit deinen Wünschen, Tomascherpa.

00:15:04: Timet

00:15:05: und

00:15:07: die Königin.

00:15:09: Wir am Tag zuvor war Königin Bachert vollständig in weiß verschleiert.

00:15:13: Sie ließ sich gegenüber von ihnen gestern auf ein Sofa mit vielen bunten Küssen nieder.

00:15:17: Timet bezog neben ihr im Stehenstellung.

00:15:20: Er suchte eine weitere Gestalt durch die Tür.

00:15:24: Komm näher, setz dich nebentommer auf das freie Kissen.

00:15:27: Oh, die

00:15:28: Vorher-Eule jetzt, Frau.

00:15:31: Ich heiße Mim.

00:15:32: Das macht's einfacher.

00:15:34: Hi Mim, ich bin Iki.

00:15:35: Hi, Iki.

00:15:37: Ja, ja, schön, dass wir uns alle kennenlernen.

00:15:39: Ich interessiert jetzt aber nur eins.

00:15:41: Wo ist mein blauer Umhang?

00:15:42: Äh, nicht hier.

00:15:45: Ja, das sehe ich.

00:15:46: Deswegen frage ich ja, wo er ist.

00:15:49: Toma, ich fürchte, das muss warten.

00:15:51: Königin Wachret hat euch wegen eines weitaus schwerwiegenderen Problems als einen verschwundenen blauen Mantel hergebeten?

00:15:57: Hergebieten?

00:15:58: Das ist ja wohl ein Witz, ne?

00:15:59: Und der Mantel ist offensichtlich nicht verschwunden.

00:16:02: Mim weiß es ja.

00:16:02: Sie muss es nur sagen.

00:16:04: Themet, lass dem Baden einen Schritt bringen.

00:16:07: Ich krieg gleich Kopfschmerzen.

00:16:09: Geduld, meine Königin.

00:16:11: Bedauerlicherweise brauchen wir erst ein paar Informationen von dem Baden und seinen Kumpanen.

00:16:17: Dann beginn mit dem Verhör.

00:16:20: Natürlich, Thomas Sherpa, dein Lied, was geschah in einer Vollmondnacht, erhielt beunruhigendes Wissen.

00:16:27: Wissen, dass für das gemeine Volk nicht zugänglich sein sollte.

00:16:31: Okay, und was zum Beispiel?

00:16:34: Zunächst die Zeilen.

00:16:35: Schutz bietet nur das Weiß des Mondes, das seit jeher strahlt am hellsten in den Augen der Erben des Thons.

00:16:43: Auf was spielst du mit diesen Worten

00:16:45: an?

00:16:46: Naja, dass halt nur diejenigen mit den weißen Augen den Thron erben kann.

00:16:50: Also Königin wird.

00:16:52: Und wie kommst du zu dieser Annahme?

00:16:54: Die Königin ist seit etlichen Jahren Verschleier.

00:16:57: Ja, schon.

00:16:58: Ich dachte eben, das ist so ein Königsfamilien-Ding.

00:17:01: Und dass sie das untereinander ausmachen so.

00:17:03: Ohne das Gedicht, was Eki in der Bibliothek gefunden hatte, hätte ich davon ja gar nichts mitbekommen.

00:17:08: Eki, ja.

00:17:09: So, du warst in der Bibliothek und hast dort ein Gedicht gefunden.

00:17:12: Um was für ein Gedicht handelt es sich?

00:17:15: Ähm, ja, das war von solchen Typen, der Hongau oder so hieß, der Titel lautete, des Königens Licht, aber nagelt mich nicht darauf fest.

00:17:24: Es stand in einem der ersten Büchern, nachdem ich griff.

00:17:28: Bin ja nicht so eine Leseratte, als saß ich mich durch die ganze Bibliothek wühle.

00:17:31: Das Anrumslicht, die Königin der Nacht, von Edmund H. Ongar.

00:17:36: Aus der Zeit vor dem Bruch.

00:17:38: Das steht im verbotenen abgeregelten Teil der Bibliothek.

00:17:42: Oh, ja, das erklärt einiges.

00:17:45: Deswegen war da auch keiner.

00:17:47: Und wieso warst du da, Eki?

00:17:50: Ich dachte mir halt, wenn ich schon in die Bibliothek gehen muss, Thoma hatte mich da drum gebeten, dann gehe ich auch klettern.

00:17:57: Klettern?

00:17:58: Ja, die Bibliothek ist so halb in den Berg reingebaut.

00:18:02: Direkt unterhalb der letzten Fenster ist eine echt gute Felswand.

00:18:06: Zuverdeckt war an dem Tag, dass eine Fenster nur angelehnt, sonst hätte ich einmal ganz drum rum müssen.

00:18:11: Und dann?

00:18:12: Dann bin ich durchs Fenster rein.

00:18:13: Hat einmal Hallo gerufen, aber keine Antwort bekommen.

00:18:17: Also dachte ich ja gut.

00:18:19: Findest dich bestimmt alleine zurecht.

00:18:21: Keine Sorge.

00:18:22: Ich habe da nicht viel angefasst und das Gedicht hatte ich mir abgeschrieben.

00:18:25: Warum wurdest du nicht beim Verlassen der Bibliothek bemerkt?

00:18:30: Naja, ich spar mir jeden Meter und bin wieder durchs Fenster zurück.

00:18:34: Außerdem hatte ich keine Lust irgendwelche Erklärung abzugeben.

00:18:38: Zemet, jetzt habe ich Kopfschmerzen.

00:18:41: Veranlasse später, dass alle Fenster der Bibliothek vergittert werden.

00:18:46: Natürlich!

00:18:47: Zurück zu dir, Thomas.

00:18:48: Weiter heißt das in deinem Lied, dass die Königin seit dem Bruch ihr Gesicht aus Trauer verhüllt.

00:18:54: Ja, das habe ich mir so zusammengereimt.

00:18:57: Und dass jetzt mit dem Erwachen der Eule die Trauer verblasst, die Königin Schleier also abnehmen könnte, richtig?

00:19:04: Das war ja nicht geplant, dass die Eule wirklich aufwacht.

00:19:07: Aber ja, Theoretisch schon.

00:19:09: Hä?

00:19:09: Ich sehe immer noch kein schwerwiegendes Problem, weshalb wir hier sind.

00:19:13: Das schwerwiegende Problem will ich euch zeigen.

00:19:17: König im Bacher drichtete sich auf, setzte den goldenen Kopfreif ab und zog sich den Schleier vom Kopf.

00:19:23: Sie hatte blüten weißes Fell und gelbe Augen.

00:19:26: Oh.

00:19:29: Richtig.

00:19:30: Oh, meine Augen sind nicht weiß.

00:19:33: Ich bin nicht die rechtmäßige Königin von Anrum.

00:19:36: Wünschte, ich hätte den Job auch nicht.

00:19:38: Die echte Königin, besser gesagt, mittlerweile ihren Nachfahren, ist unserer Vermutung nach ein K.

00:19:45: K?

00:19:46: Das ist doch die Minestadt in Donatal.

00:19:49: Der Weg dorthin über die Berge im Osten ist seit dem Bruch nicht mehr passierbar.

00:19:52: Richtig!

00:19:54: Leider erreichte uns bis heute auch keinerlei Nachricht, ob dort jemand das große Beben überlebte.

00:19:59: Wir hofften, in direkt Information zu sammeln, indem wir den Baden-Wettbewerb ins Leben riefen.

00:20:04: Die schlafende Eule verknüpft nämlich alle drei Dinge.

00:20:08: Erstens, das Beben, das sich kurz vor ihrem Auftauchen ereignete.

00:20:12: Zweitens, das angeblich gesichtete Monster in jener Nacht, das sie verfolgte.

00:20:17: Und drittens, die Minenstadt K, aus dessen Richtung sie geflogen kam.

00:20:22: Ja, ist es nicht super praktisch, dass Mim jetzt aufgewacht ist und wir sie direkt fragen können?

00:20:27: Ich kann mich leider an nichts erinnern.

00:20:30: An gar nichts?

00:20:32: Nee, an gar nichts.

00:20:33: Zumindest an nichts Bestimmtes.

00:20:35: Es ist eher so, als wenn man durch einen ganz dichten Nebel wartet, wo man wirklich gar nicht zieht.

00:20:40: Weißt du, was ich meine?

00:20:42: Ja, woher weißt du dann deinen Namen?

00:20:46: Das ist das Einzige, was ich ziemlich deutlich wahrnehme.

00:20:49: Jemand ruft nach mir.

00:20:51: Oder zumindest denke ich, dass dieser jemand nach mir ruft.

00:20:54: Ja ok, und was sagt die genau?

00:20:57: Nur den Namen Mim.

00:20:59: Toll, das ist mal sehr hilfreich.

00:21:02: Tja, Ikky und ich wissen leider auch nicht mehr Königin Bachett.

00:21:05: War ganz nett hier, allerdings habe ich einen Mords-Hunger und brauche dringend einen Kaffee.

00:21:09: Tumor wollte sich gerade aus seinem Fersensitz erheben.

00:21:12: So langsam schliefen ihm nämlich die Beine ein.

00:21:14: Da legte sich eine Schwerrande auf seine Schulter.

00:21:17: Ob an Graz drückt ihn sehr bestimmt wieder runter.

00:21:20: Hey, was soll das?

00:21:21: Wir haben alles gesagt, was wir wissen.

00:21:23: Ich hab auch keine Ahnung, ob die echte Königin oder ihren Nachfahren in K. ist.

00:21:27: Was macht die da überhaupt?

00:21:31: Damals ist eine recht große Delegation nach K. aufgebrochen, um mit der Stadt zu verhandeln.

00:21:36: Es wurde unter vorgehaltener Hand vermutet, dass es K. auf die landwirtschaftlichen Reichtümer Anrubensob gesehen hätte.

00:21:44: Nicht nur das.

00:21:45: Es deutete sogar alles auf Krieg hin.

00:21:48: Meine Urgrustante unternahm einen letzten Versuch, diesen zu verhindern.

00:21:51: Heimlich schloss sie sich der Delegation an, um persönlich auf dem König von Karl einzureden.

00:21:56: Meine Urgrustmutter, die Zwillingsschwester der Königin, blieb zurück.

00:22:00: In der Abwesenheit der Königin sollte sie aus dem Hintergrund die Regierungsgeschäfte weiterführen, bis die Delegation zurück käme.

00:22:07: Was aber nie passiert ist?

00:22:09: Richtig, einige Zeit nachdem die Delegation in Ka angekommen war, ereignete sich der Bruch.

00:22:15: Wie gesagt, erreichen uns seitdem keine Informationen mehr aus den Bergen.

00:22:19: Wie ihr wisst, verursachte der Bruch tiefe Narben im Gebirge, sowie im Tal.

00:22:24: Der Amre führte nur noch ein Drittel der vorherigen Wassermenge, und das Amre-Delta verlor auf einen Schlag große Teile der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche.

00:22:32: In dieser Zeit hatte die Abwesenheit der Königin Anrum völlig ins Chaos versinken lassen.

00:22:37: Deshalb blieb die Zwillingsschwester bei öffentlichen Auftritten verschleiert, begründet mit dem Respekt gegenüber den Opfern der Katastrophe.

00:22:45: Ihre Nachfahrenen taten es ihr gleich.

00:22:47: Es wurde alles getan, um die traditionelle Erbfolge aufgrund der Augenfarbe unter den Tisch zu kehren.

00:22:53: Mit Erfolg.

00:22:54: Im Laufe der Zeit gerieten die weißen Augen der Königin glücklicherweise in Vergessenheit.

00:22:59: Bis gestern.

00:23:02: Warum guckt mich jetzt alle so an?

00:23:03: Ist doch nicht mein Problem.

00:23:04: Wen interessiert nach hundert Jahren noch, welche Augenfarbe die Königin hat?

00:23:08: Und ihr könnt doch einfach verschleiert bleiben, ich meine ex-Königin Bachrett.

00:23:12: Vorsicht, Sherpa.

00:23:14: Für dich immer noch Königin Bachrett.

00:23:17: Es wurde bereits vom Rat verlangt, dass ich mich bei der nächsten öffentlichen Sitzung in zwei Monaten unverschleiert zeige.

00:23:24: Das Volk aufatmen lasse.

00:23:26: Pah, ein politisches Disaster wäre kaum zu vermeiden und so stabil ist Anrom noch nicht.

00:23:32: Und deshalb kommen wir nun zu eurer Aufgabe.

00:23:34: Themet.

00:23:36: Thomas Sherpa, Eki Milan.

00:23:38: Ihr erhaltet den Befehl zur sofortigen Abreise mit dem Ziel, die Minenstadt Kahr.

00:23:44: Dort werdet ihr die Nachfahren ausfindig machen und sie sicher nach anderem geleiten.

00:23:48: Vor der öffentlichen Sitzung erwarten wir eure Rückkehr.

00:23:51: Was?

00:23:52: Das soll ja wohl ein Witz sein.

00:23:54: Ich bin Badekeinger-Dist.

00:23:55: Warum werden überhaupt Eki und ich für etwas verantwortlich gemacht, was absolut nichts mit uns zu tun hat?

00:24:01: Eke war ganz schlauer im Magen.

00:24:03: Während Toma zählte, war sein Kopf viel leer gefickt.

00:24:07: Er konnte keinen klaren Gedanken fassen.

00:24:10: Er blickte zu Bachrett, sie schien sichlich angenerft zu sein von Toma.

00:24:14: Eke beobachtete einen ganz unscheinbaren Fingerzeug, den Bachrett wohl an Graz richtete.

00:24:20: Dieser flog sofort mit der Handkante hart zu, direkt in Tomas Nacken.

00:24:25: Toma versturmte augenblicklich und kippte nach vorne.

00:24:29: Bei den Schnurharn, Themet, meinen Kopfschmerzen sind gerade ins Ohnermessliche gestiegen, bringen mir einen Kaffee und verscherper das Riechsalz mit Schuss.

00:24:39: Mit Schuss?

00:24:41: Keine Sorge, es ist nur ein kleiner Schussrauch, er hat einen sehr beruhigenden Effekt.

00:24:47: Mit diesen Worten verließ Themet den Raum.

00:24:49: Kurz Zeit später kam sie mit den gewünschten Dingen zurück.

00:24:53: Bachett entspannte sich mehrgelegt, nachdem sie an ihren Kaffee genippt hatte.

00:24:58: Thomas schrägt dir nach einer Dosis Riechsalz hoch.

00:25:03: Hallo, na du?

00:25:05: Oh je, was ist denn mit Thomas los?

00:25:08: Die Wirkung des Rauchs.

00:25:10: Also Thomas Sherpa.

00:25:11: Ja, ich will Kaffee.

00:25:13: Bekommst du mein Kleiner, wenn du ganz brav bist.

00:25:17: Schnurr, ich bin immer brav.

00:25:21: Sehr gut.

00:25:23: Dann werdet ihr jetzt brav die Stadt verlassen.

00:25:26: Hauptmann Graz hat bereits alles vorbereitet.

00:25:29: Graz, bringen die beiden raus.

00:25:32: Und was ist mit mir?

00:25:33: Ich möchte auch mitkommen.

00:25:35: Vielleicht erinnere ich mich an etwas.

00:25:37: Nichts da.

00:25:38: Solange deine Rolle in diesem Durcheinander nicht geklärt ist, verlässt du den Palast nicht.

00:25:44: Äh, ich möchte auch noch eine Anmerkung machen.

00:25:46: Was denn jetzt noch?

00:25:48: Wie

00:25:49: soll mir das Gebirge durchqueren, wenn der Weg seit hundert Jahren nicht passierbar ist?

00:25:54: Zum ersten Mal verzog sich Bachretz-Mau zu einem breiten Grinsen.

00:25:58: Ihre langen Fangzähne blitzten unter den leftsten hervor.

00:26:02: Da lasst euch überraschen.

00:26:04: So, und jetzt raus hier.

00:26:53: Aufnahme und Soundbearbeitung Gitarre, Drei Fräser Gesang, Drei Fräser und Maria Mary P. Text, Lea Jean Fröme Eine Amateurhörspielproduktion aus dem Jahre.

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